Susi

Große Angst um unsere Susi

Susi lebt jetzt mittlerweile schon 3 Jahre bei uns. Sie war immer kerngesund und fühlte sich "Pudel wohl". Aber leider sollte es nicht so bleiben. Anfang Februar ging es ihr immer schlechter. Erst dachten wir, sie hat eine Erkältung. Ihre Nase war trocken, Ohren heiß, Appetitlosigkeit, viel Durst. Dann ging es ihr wieder etwas besser und wir waren erleichtert. Am 4. Februar 2009 ist uns dann aufgefallen, dass sie nicht weit laufen wollte, sie setzte sich immer wieder hin und wollte einfach nur noch nach Hause.
In der Nacht vom 4.2. zum 5.2. war Susi total unruhig. Immer wieder sprang sie auf und wollte raus zum "Pippi machen". Irgendwann schliefen wir dann vor lauter Müdigkeit ein.
Am Morgen dann der große Schock: Susis Hinterteil und Schwanz waren total verklebt und blutig.
Wir wussten sofort, das ist was Ernstes. Unser Tierarzt war erst ab Mittag zu erreichen. Unsere Susi lag nur noch teilnahmslos da. Ich heulte mir die Augen aus und dachte nur, wird sie uns jetzt für immer verlassen? Sollten es wirklich nur 3 Jahre mit dieser wunderbaren Hündin gewesen sein? Den gleichen furchtbaren Schmerz des Abschieds noch einmal mitmachen, wie vor drei Jahren, als ich unsere erste Neufi-Dame im Alter von 9 Jahren wegen bösartigem Krebs einschläfern lassen musste.
Endlich erreichte ich den Tierarzt. Ihm war sofort klar, dass die Gebärmutter geplatzt war, und wir sollten zur Sprechzeit am Nachmittag kommen. Er machte uns Hoffnung, wenn auch keine große. Er meinte, Susi ist schon ein älterer Hund und es kann immer zu Komplikationen. Er weiß auch nicht, was er noch findet, wenn er sie öffnet.
Aber sowas wollten wir nicht hören. Der Arzt untersuchte Susi gründlich. Er erklärte uns, dass sie am nächsten Morgen sofort operiert werden müsste. Da Susis Zustand sehr kritisch war, musste sie erst mal stabilisiert werden. Gegen das hohe Fieber und die Schmerzen bekam sie eine Spritze. Zwei Infusionsbeutel bekam sie verabreicht.
Unsere Süße lag da wie ein Häufchen Elend, sie war so tapfer und ließ alles problemlos über sich ergehen. Sie tat uns so leid.
Am 6. Februar war der OP-Termin, und wir mussten um 8:00 Uhr beim Arzt sein. Die 11 km dort hin waren grausam, immer diese Ungewißheit, ob auch alles gut geht. Der Tierarzt wartete schon auf uns. Er meinte, wenn er bis 11:00 Uhr nicht angerufen hat, dann ist die OP gut verlaufen. Sollte er sich aber melden, dann ist der Eingriff aussichtslos, und er muss sie vom Leid erlösen. In dem Moment dache ich nur "Bitte, lass ihn nichts finden!"
Der Arzt verabreichte Susi eine Beruhigungsspritze. Ich durfte noch 10 Minuten bei ihr bleiben. Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf. Immer wieder fragte ich mich, sind dies die letzten 10 Minuten, die ich sie lebend sehe, sie streicheln und knuddeln kann? Dann kam der Arzt, und ich musste gehen. Sie schaute mir mit ihren großen, braunen Augen hinterher. Diesen Blick werde ich nie mehr vergessen. Sie wollte mit mir mit, aber das ging nicht. Wir hatten sie noch nie allein gelassen. Aber ich konnte ihr nicht helfen, dies konnte nur der Arzt.
Ich hatte das Gefühl, als wenn die Zeit bis 11:00 Uhr gar nicht verging. Meine Nerven langen blank. Immer der Blick zum Telefon und das Hoffen, dass es nicht klingelt. Und es hat nicht geklingelt!
Pünktlich 11:00 Uhr hielt ich es nicht mehr aus, und ich rief beim Arzt an. Die Sprechstundenhilfe übermittelte mir die erfreuliche Nachricht: Susi hat die OP gut überstanden, und sie ist schon im Aufwachraum. "Gott sei Dank!"
Gegen Abend konnten wir sie dann abholen. Sie war noch ein wenig benommen, aber es ging ihr gut. Der Arzt entfernte bei ihr die zerstörte Gebärmutter. Die wog bei der Entnahme über 1 kg.
Susi erholte sich recht schnell. Sie tobt wieder rum und spielt wie verrückt mit ihrem Gummihuhn. Susi zeigt uns ihre Dankbarkeit jeden Tag. Auch sie hat ihre kleinen Macken, aber die sind uns vollkommen egal. Wir sind jeden Tag froh und glücklich, dass wir sie haben. Jeder Tag mit diesen Hunden ist ein Geschenk. Es ist ihnen egal, ob du dir ein neues Haus kaufst oder ein neues Auto. Sie brauchen keinen Luxus. Sie brauchen nicht viel in ihrem kurzen Leben: Liebe Menschen, ein kuscheliges Plätzchen, einen vollen Napf und Auslauf. Und sie geben so viel zurück!
Meine ganze Familie möchte sich ganz, ganz doll bei der Neufundländer-Nothilfe bedanken. Vor einem Jahr stellte man bei mir eine unheilbare Krankheit fest, und ich verlor meinen gut bezahlten Job. Der Verein hat sich sofort und ohne Zögern bereit erklärt, die Kosten für Susis OP zu übernehmen. Wir können dem Verein nicht genug danken und sind ob soviel Großzügigkeit gerührt. Ich habe mich entschlossen, Mitglied in diesem tollen Verein zu werden. Ich möchte somit die Neufundländer-Nothilfe unterstützen.

Vielen Dank und alles Gute für die vielen Hunde, die auf ein tolles Zuhause warten, - wir drücken Euch die Daumen!

Familie Stein und Neufi-Dame Susi


Aktuelles von Susi !!!
(11. Februar 2007)

Nun sind es schon 6 Monate her, daß ich zu meiner neuen Familie in den Schwarzwald gezogen bin. Es geht mir hier großartig. Ich habe eine große Wiese zum Austoben. Ringsherum gibt es riesige Felder, Wald und kilometerlange Spazierwege. Mein Kumpel Bruce kommt mich auch regelmäßig besuchen, er ist mein bester Freund und Beschützer. Wehe es bellt mich mal ein anderer Hund an, dann ist er sofort zur Stelle. In dem großen Haus hab ich viel Platz, und
ich darf überall hin, wo ich hin will. Aber am liebsten natürlich ins Schlafzimmer. Wenn mein Herrchen und Frauchen ins Bett gehen, trotte ich hinterher. Die erste Hälfte von der Nacht schlafe ich neben meinem Herrchen, und die zweite Hälfte bei meinem Frauchen. Aber bevor ich mich hinlege, drücke ich meinem Herrchen immer einen schlabberigen Kuß ins Gesicht.
Die drei Mädchen sind auch ganz lieb zu mir, ich werde immer geknuddelt und gestreichelt. An die zwei Katzen habe ich mich auch gewöhnt. Am liebsten mag ich den dicken Kater, den möchte ich immer putzen und ablecken. Aber das mag er gar nicht, und ich hatte schon öfter seine Krallen im Gesicht. Das ist mir aber egal, ich mach es trotzdem immer wieder.
Am liebsten mag ich Autofahren, wenn ich den Schlüssel klappern höre, bin ich sofort zur Stelle. Ich darf auch fast immer mit und es ist mir egal, ob mein Frauchen nur kurz einkaufen fährt. Aber wehe, ich muß mal daheim bleiben, dann bin ich beleidigt und räum auch mal den Mülleimer aus und leg' alles in das Wohnzimmer. Oder ich plündere den Naschteller. Ich weiß ja, dass man so was nicht macht, und ich bin sonst auch ganz lieb.
Meinem Frauchen klebe ich förmlich an den Fersen, wo sie ist, bin auch ich. Sie ist meine Bezugsperson. Schließlich kocht sie mir ja auch immer leckeres Essen. Eine Leine brauchte ich von Anfang an nicht, ich höre aufs Wort. Und mal ganz ehrlich, - warum sollte ich weglaufen, wo es mir hier so gut geht?
Meine Familie ist ganz stolz auf mich, weil ich so gut höre. Jetzt bin ich seit ein paar Tagen läufig, und sie passen besonders gut auf mich auf, daß nichts passiert.
Zu meinem ersten Frauchen halten wir selbstverständlich Kontakt. Meine Familie hat ihr einen Kalender mit Fotos von mir geschickt, sie hat sich riesig gefreut. Zu meinem Geburtstag habe ich von ihr ein tolles Paket bekommen mit vielen leckeren Sachen.
Also Ihr seht, es geht mir gut und Ihr braucht Euch keine Sorgen machen. Ich wünsche allen in Not geratenen Neufis, daß auch sie ein so tolles zu Hause finden wie ich. Hier noch ein paar Fotos von mir.

Liebe Grüsse von Susi

 


"Telegramm" von Susi :-)

Das bin ich heute (11.10.06), mir geht es gut. Neue Bilder & Bericht folgen.


(6. August 2006)

So, liebe Leute, nun bin ich im Schwarzwald bei Fam. Stein. Hier fühle ich mich "Neufiwohl". Mein Frauchen hat mich hingebracht und nachdem ich nun gut versorgt bin, kann sie endlich in's Krankenhaus gehen.
Einen Neufi-Kumpel habe ich auch schon....Liebe auf den ersten Blick...Bruce (auch ein Not-Neufi), und der Kerl lebt auch noch in der Verwandtschaft. Mit Bruce läßt sich toll spielen und gegenseitig "Öhrchenputzen" machen wir.
Ich werde den Kontakt zu meinem Frauchen nicht verlieren.....Pfote drauf ...für alle Beteiligten.

Eure Susi