Missy

 

Am 30. Juni 2010 verstarb die ehemalige Nothündin Missy.

Wir trauern mit ihrer Familie!

Leider müssen wir Euch mitteilen, dass unsere süße Missy am 30.6.2010 ihre letzte Reise angetreten hat. Die Entscheidung treffen zu müssen war, wie bei Trine, das Schlimmste, was wir je machen mussten und doch das einzig Richtige.
Letztendlich bleibt uns nur noch einen Nachruf für sie zu schreiben, mit der ganz, ganz großen Bitte, diese so genannten Problemhunde niemals aufzugeben. Lasst sie nicht im Tierheim versauern, denn wir hatten das große Glück und bekamen einen kleinen Engel geschenkt.


Für unsere süße, einzigartige Missy-Maus!

Als du am 19.10.2007 zu uns kamst, warst du eine einzige Katastrophe. Wir kannten dich ja nur aus dem Internet. Ein paar Bilder und eine kurze Beschreibung: Scheu, aber auch verschmust, schnappt mal zu, Angst vor Knallgeräuschen... Nun ja, kein Problem für uns; kannten wir alles schon von unserer Trine, die am 1.10.2007 verstorben war.
Anne brachte dich zu uns, blieb ein paar Stunden und fuhr weg. Wieder hatte ein Mensch, dem du etwas vertraut hattest, dich verlassen. Du konntest nicht wissen, dass Anne nur dein Bestes wollte und alles dafür tat. Du wusstest nicht warum; du hattest einfach nur schreckliche Angst.
Das Haus machte dir Angst, Lichtreflexe an den Wänden = Panik. Wir ließen dich in Ruhe, du warst schließlich auch schon 7 Jahre alt und hattest davon fast 5 Jahre im Tierheimzwinger verbracht. Man hatte dir den Stempel "unvermittelbar" aufgedrückt, weil du ein paar mal gebissen hattest. Zu uns warst du von Anfang an sehr lieb. Nach und nach bekamen wir mit, was wirklich mit dir los war. Du warst fehlgeprägt. Was dir in deinen ersten Lebenswochen als kleiner Welpe zugestoßen ist? Wer weiß das schon, und es spielte auch keine Rolle mehr, denn es war irreparabel.
Wir hörten auf, an dir herum zu doktern und nahmen dich einfach so an, wie du nun einmal warst, und letztendlich war das der passende Schlüssel zu deinem Herzen. Wir bekamen einen kleinen Engel geschenkt. Du warst so ein zärtlicher, liebevoller und verschmuster Hund; einfach zauberhaft. Wir waren so glücklich, dass du unser Hund wurdest.
Du hast mit uns die schwerste Zeit unseres Lebens durchgestanden, als wir unser Zuhause verloren. Für uns stand fest, dass wir dich niemals wieder hergeben würden.

Es war klar, dass wir mit dir nicht in eine normale Wohnung ziehen könnten. Du hättest keinen Schritt dort hinein gemacht. Es war klar, dass du wieder einen großen Garten brauchtest, denn du warst tagsüber so gerne draußen und hast die schönsten Löcher gebuddelt. Wir suchten und fanden eine Wohnung mit großem Garten, direkt am Stadtrand von Berlin und auch noch ein großes Hundeauslaufgebiet genau vor der Tür. So gut, wie die äußere Umgebung war, so schlimm war die Wohnung. Nässe und Schimmel überall. Wir wussten: Es wird eine reine Schinderei, das alles wieder hin zu bekommen, aber wir wussten auch wofür. Nämlich nur für dich, süße Maus. Dein Papa hat 6 Monate Tag und Nacht geschuftet. Oft kam er Abends erst sehr spät oder gar nicht nach Hause. Oft wart Ihr (Balu und Du) lange alleine, aber wir haben es geschafft. Als wir umzogen, waren wir so besorgt um dich. Wie würdest du mit der neuen Situation zurecht kommen? Und du hast uns mal wieder so überrascht. Für dich galt nur noch: Wo wir waren, da wolltest auch du sein. Hab Dank dafür. Hab Dank für dein grenzenloses Vertrauen in uns. Hab Dank für die schlimme und für die wunderschöne Zeit, die wir mit dir verbringen durften. Süße, du fehlst uns so sehr.

Hab Dank dafür wie du uns zum Lachen gebracht hast, etwa als du dich am kleinen Kirschbaum auf die Hinterbeine gestellt hast und die Kirschen geerntet hast. Oder als du jedes mal den Deckel von der Komposttonne gezogen hast, und wir dachten, es wären die Waschbären. Hab Dank für das erste Weihnachtsessen, als du dir die halbe Ente geklaut hast und sie so brav wieder hergabst. Und hab Dank, dass du so warst, wie du warst, denn genau so haben wir dich so sehr geliebt.
Maus, du warst immer so gesund gewesen. Zum Tierarzt sind wir eigentlich nur, um dich Tante Doc vertraut zu machen und zum impfen. Nie warst du ernsthaft krank. Aber vor 3 Wochen konntest du plötzlich nicht mehr richtig laufen. Du torkeltest durch die Gegend und fielst einfach um. Wir dachten sofort, du hättest einen Schlaganfall gehabt. Tante Doc diagnostizierte jedoch einen schweren Bandscheibenvorfall. Die Bandscheibe quetschte dir den Spinalkanal ab und führte zu den Lähmungserscheinungen. Wir versuchten alles, um dir zu helfen, aber es wurde immer schlimmer. Eine Besserung durch eine OP war aussichtslos. Wir hätten es getan, wenn auch nur die geringste Chance bestanden hätte, doch Tante Doc sagte nur aussichtslos. Was dann auch von anderer Seite bestätigt wurde. Wir hofften, dass sich durch die Medikamente dein Zustand bessern würde. Wir hoben dich auf, wenn du hinfielst; wir wischten dich trocken, wenn du beim pullern umkipptest und deine Blase sich von selbst entleerte; wir stützten dich, damit du deinen Kot absetzen konntest und beteten und hofften.
Letztlich wurdest du immer schwächer und trauriger. Du hast nicht verstanden, was los war. Du wolltest rennen und spielen, aber nichts ging mehr. Zum Schluss fehlte dir sogar die Kraft, um zur Begrüßung vor Freude mit dem Schwanz zu wedeln.
Deinen letzten Abend verbrachtest du bei uns auf deiner geliebten Couch. Es gab Wurstbrote, Käse und Schokolade. Was soll's, denn dein Futter wolltest du nicht mehr. Dein letzter kleiner Spaziergang am Morgen, zum letzten mal in den kleinen Wassergraben; für die paar Meter - so viel Zeit.
Tante Doc kam um 12.00 Uhr. Wir lockten dich unter dem Bett hervor. Du hattest dich dorthin zurück gezogen, weil die Schmerzen so groß waren. Ein kleiner Pieks ins Hinterteil, du hast dich an uns gelehnt. Wir wollten stark sein für dich, doch die Tränen liefen einfach. Du bist schnell eingeschlafen. Wir behielten dich noch bis spät am Abend bei uns; konnten uns nicht von dir trennen. Dein weiches Fell zu streicheln, beruhigte uns. Ein letzter Abschiedskuss. Deine letzte Ruhestätte hast du jetzt dort gefunden, wo du selber schon ein tiefes Loch gebuddelt hast.
Du bist gewiss nicht in Liebe geboren worden, aber du hast es geschafft; du bist von Liebe begleitet gegangen.

Leb wohl kleine Maus, denn Engel sterben nie.

In Liebe 
Markus & Gabi & Balu

 
Neues von Missy
oder
Missy erwacht aus ihrem “Dornrösschenschlaf !
(vom 13. April 2008)
 

Tja, nun ist Missy ein halbes Jahr bei uns und wir haben einiges zu berichten.
Missy hatte anfangs große Probleme sich einzugewöhnen, was aber nach fast 5 Jahren Tierheim mehr als verständlich ist. Aber das war/ist nicht ihr Hauptproblem. Missy hat anscheinend in ihrer Welpenzeit (Prägephase) keine oder schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Wir vermuten, dass sie sehr isoliert aufgewachsen ist oder von einer Streunermama stammt. Missy lebt völlig in ihrer Hundewelt.
Also eine wahre Herausforderung für uns und unseren Rüden Balu, denn im Grunde genommen ist er derjenige, der ihr die “Menschenwelt“ erklärt. Sie beobachtet ihn ständig und lernt durch Nachahmung.
Balu ist ihr ganz persönlicher Held, und da er ein wahres “Urvertrauen” in uns hat, traut sie sich mittlerweile auch schon ganz schön viel. Sie kommt langsam richtig an. Sie hat begriffen, dass sie jetzt dazu gehört und entspannt sich immer mehr. Dinge, die ihr anfangs große Angst machten, nimmt sie mittlerweile ganz locker. Sie ist ein wahrer Schmusehund geworden und genießt Körperkontakt sehr.
Wir sind so stolz auf sie und dankbar, dass sie uns diese Chance gegeben hat.
Einst wurde sie nach 5 Monaten (!!!) Vermittlung ins Tierheim zurück gebracht, mit der Aussage, sie sei kein Familienhund und wird auch nie einer werden. Nun, dem können wir nur widersprechen. Sie ist durchaus Familienhund und hat es geschafft, zu uns eine sehr starke Bindung aufzubauen (danke kleine Maus), - sie ist halt nur kein "Jedermannshund". Ihre Angst vor Fremden steckt tief in ihr drin. Aber wir haben hier ja auch manchmal Besuch, und wenn Balu die Menschen freudig begrüßt, scheint es für sie auch in Ordnung zu sein. Natürlich werden unsere Besucher trotzdem angehalten, sie nicht anzuschauen und einfach zu ignorieren. Dann kommt sie nach ein paar Minuten von selbst und legt sich ganz entspannt zwischen alle auf die Couch. Aber wir bleiben wachsam. Wahrscheinlich können wir nie 100%ig ausschließen, dass sie mal in Panik gerät und zubeißt.
Uns gegenüber hat sie aber niemals auch nur die kleinsten Anzeichen einer Aggression gezeigt. Im Gegenteil, wird sie wirklich mal unsicher, zieht sie sich eher zurück, beobachtet uns und kommt dann ganz entspannt wieder an. Sie ist wirklich eine schlaue Maus.
Missy liebt besonders die Spaziergänge hier draußen. Sie dreht dann so auf, dass wir sie wirklich manchmal bremsen müssen. Sie ist ja nun mit 8 Jahren auch nicht mehr die Jüngste und überschätzt ihre Kräfte manchmal maßlos, so dass sie dann auf Grund einer alten Hüftverletzung (Schlag oder Unfall, wer weiß das schon?) lahm geht. Sie hat einen so was von ausgeprägten Jagtrieb, dass sie nichts mehr hört und sieht, sobald sie eine frische Fährte aufgenommen hat (im Gegensatz zu Balu, der nur auf visuelle Reize reagiert). Sie folgt der Fährte dann eine ganze Weile, bis sie merkt, dass sie uns “verloren “hat. Dann kommt sie ganz schnell wieder zurück mit einem richtig kecken Grinsen im Gesicht (jeder Hundebesitzer kennt diesen Gesichtsausdruck, oder?).
Tja, das heißt für sie aber leider für die nächsten Monate “Leinenzwang “, solange die Wildtiere ihre Jungen auf den Wiesen lassen. Missy würde sie alle aufspüren, auch ohne Duftmarken,da sind wir uns sicher.
Missy ist für uns ein ganz besonderer Hund, wenn sie mit Balu spielt oder mit uns kuschelt, geht uns das Herz auf und schwappt fast über vor Liebe. Problemhund? Wie man´s nimmt..., für uns ist sie genauso Lehrerin wie Schülerin und wir lernen jeden Tag Neues dazu.

Liebe Grüße an alle Vier-und Zweibeiner

Gabi und Markus


Neue Fotos von Missy und ihrem neuen Kumpel Balu vom 5. April 2008
Ein glücklicher Not-Neufi beim Toben mit dem neuen Kumpel

Dieser Bericht (vom 29.11.2007) soll Nothunde-Interessierte nicht abschrecken, sondern nur realistisch verdeutlichen, was auf einen zukommen kann. Wir haben in einigen Punkten auch viel Glück gehabt: Missy ist absolut stubenrein - 6 Stunden locker. Sie kann alleine bleiben mit Balu. Sie kennt viele Kommandos, z.b. sitz, platz, fuß, bleib, hier oder .komm...
Und sie ist so eine süße Knuddelmaus...,wir sind so dankbar, dass sie zu uns gefunden hat.

Jetzt ist Missy knapp 6 Wochen da, und wir müssen feststellen, dass ihr Name wohl Programm ist: Missy die Misstrauische.
Als sie zu uns kam, war sie ein einziges Bündel Angst. Hauptsächlich hatte sie diese vor dem Haus. Sie traute sich anfangs überhaupt nicht rein. Nach dem Gassi gehen versuchte sie sich rückwärts aus dem Halsband bzw. Geschirr zu ziehen. Wenn sie sich "nur" im Garten aufhielt, musste eine Leine ran, damit sie reingeht. Wir mussten erst 1-2 Runden um`s Haus laufen und dann wie selbstverständlich rein gehen, wobei die Haustür offen stehen musste. Es durfte auch niemand in der Tür stehen oder sich in der Küche aufhalten, dann drehte sie sofort wieder um. War Missy dann im Haus, flüchtete sie nach oben auf den Treppenabsatz. Dort fand sie dann etwas Ruhe, aber runter traute sie sich nur, wenn es raus ging.
Fressen im Haus wollte sie die ersten drei Tage überhaupt nicht. Sie hatte Angst vor Geräuschen, vor Lichtreflexen, - sogar vor ihrem eigenen Schatten. Als Gabi nur eine rote Tasche aus dem Haus holte, um den Einkauf rein zu tragen, war sie fast eine Stunde nicht aus dem Blumenbeet zu locken. Der Fernseher - Panik! Unser Sohn im Zimmer nebenan beim Chatten mit seinen Kumpels - Panik! Ein Fliegenfänger, den ich ausgewickelt habe - Panik! Das erste mal Gabi mit offenen Haaren ohne Zopf - Hilfe, wer ist das? Dinge, die auf dem Schrank liegen, oder Teller an der Wand - Bedrohung!
Bei all dem ist sie aber NIE nach vorne gegangen oder hat versucht zu schnappen. Im Gegenteil, Missy war von Anfang an dankbar für jede Schmuseeinheit. Mit Ruhe und viel Liebe hat sie mittlerweile ihren Podestplatz gegen das Sofa getauscht. Hier ist jetzt ihre Sicherheitsinsel. Auf der Couch kann sie entspannen und friedlich schnarchend schlafen, obwohl der Fernseher Geräusche macht und Lichte zucken. Wenn dann gekuschelt wird, überwindet sie durch das Kontaktliegen ihre Bindungsängste und grunzt zufrieden.
Doch frei bewegen im Haus ist noch nicht. Meistens läuft sie schnell und geduckt zur Haustür oder umgekehrt zum Sofa. Dabei schaut sie oft mit weit geöffneten Augen (ängstlich?) nach oben. Ist früher mal was von oben auf sie drauf gefallen?
Wie geschildert, gibt es immer wieder Alltagssituationen, in denen man eigentlich gar nicht mit Panikattacken rechnet (obwohl wir mittlerweile IMMER damit rechnen); erwartet man dann aber eine solche Reaktion, ist es ganz anders. Staubsaugen direkt vor ihrer Nase die Couch entlang? Na und, mir doch egal! Es ist wirklich nicht einfach, immer im richtigen Augenblick das Richtige zu tun. Missy braucht viel Liebe und Zuwendung, aber ohne sie zu bedrängen. Auf der Couch drückt sie manchmal ihren Kopf energisch in die Achselhöhle und möchte umarmt werden bzw. auf den Schoß, aber Augenkontakt vermeidet sie nach wie vor. Missy sucht Bestätigung und Trost, aber im falschen Moment steigert das ja nur ihre Ängste. Manchmal muss sie fest, sogar etwas hart angesprochen werden, wobei jedoch keine neuen Ängste entstehen sollen.
Es ist und bleibt vermutlich noch lange eine schmale Gratwanderung, die wir weder bereut haben, noch bereuen werden. Denn jede noch so kleine Veränderung, jedes zufriedene Grunzen, jeder Zungenstreich im Gesicht zeigt uns, dass es ihr besser geht. Schritt für Schritt. Vielleicht verbindet gerade die harte Arbeit, die es bedarf, um ihr Vertrauen zu gewinnen, uns noch inniger und intensiver.
Missy frisst mittlerweile im Haus, anfangs nur direkt aus der Hand, inzwischen aus dem Napf, den wir ihr halten. Sie muss zwar dazu in den Flur, vor den Abgang zu Keller (sichere Ecke), doch es ist eben ein kleiner Fortschritt.
So, und jetzt kommt die ganz andere Seite von Madame. Wir haben zwei Hunde in einem bekommen. Draußen ist sie das glatte Gegenteil. Aufgedreht, fröhlich, energiegeladen rennt sie über die Felder. In jedem Wassergraben will sie schwimmen. Mauselöcher sind zum Buddeln da. Missy verausgabt sich anfangs gleich so, dass ihr die Puste ausgeht. Zuerst hatte sie nur Kondition für eine 3/4 Stunde, inzwischen schafft sie Spaziergänge bis zu 1 1/2 Stunden. Wir üben das Abrufen mit einer langen Schleppleine (15 m) und leckerer Belohnung. Die Orientierung an uns fiel anfangs noch schwer, wird aber immer besser. Wir können die Leine auch schon ganz los lassen, wenn wir sehen, die Felder sind frei. Da laufen wir zwar schon mal 50m weiter, aber dann ist es ihr nicht mehr geheuer und sie kommt hinterher gerannt. Mit Geflügelherzen oder Käse kriegen wir sie sogar von ihren heißgeliebten Löchern weg.
Draußen ist sie so sicher, dass sie uns einmal schon verteidigen wollte. Eine Frau kam uns mit zwei Hunden entgegen und Missy sah darin wohl eine Bedrohung. Sie wollte knurrend und drohend auf die anderen los, doch konnte ich sie zurückhalten und ihr klarmachen, dass sie dafür nicht zuständig ist. Es muss allerdings noch daran gearbeitet werden. Im Garten lernt sie mit Balu zu spielen, wobei der Kerl ab und zu etwas zu aufdringlich ist. Missy sagt dann kurz bescheid und weiter geht`s. Ball spielen klappt noch nicht ganz so gut. Sie rennt zwar hinterher, nur das Wiederbringen funkt nicht. *grins*
Na ja, step by step. Missy ist so ein klasse Mädchen, wir wollen sie nicht mehr missen!

LG Markus & Gabi


Am 19. Oktober 2007 gegen 13 Uhr konnte Missy in ein neues Zuhause umziehen!

Trines Vermächtnis an Missy:

Es ist schon eigenartig, wie das Leben manchmal so verläuft. Wie unter http://www.neufundlaender-nothilfe.de/trine.htm zu lesen ist, mussten wir am 1. Oktober 2007 unsere wundervolle und geliebte Trine über die Regenbogenbrücke gehen lassen.
Und am 19. Oktober 2007 gegen 13 Uhr zog die Neufundländer-Mischlingshündin Missy bei uns ein.
Vier Jahre konnten wir Trine ein unbeschwertes Leben nach einer fürchterlichen Vergangenheit bescheren, - und sie war erst 7 Jahre alt, als sie von uns ging.
Vier Jahre musste Missy, welche ebenso schlechte Erfahrungen hatte machen müssen, im Tierheim verbringen, und man hatte sie schon beinahe aufgegeben, - und sie ist nun 7 Jahre alt, als sie zu uns kommt!

Zufall? Nein, - wir glauben, dass es vielleicht Bestimmung war!

So wie auch Trine es Anfangs war, ist Missy noch etwas ängstlich und verunsichert, jedoch ohne zu schnappen, - und bereits in den ersten Stunden bei uns zeigte sie sich freundlich und verschmust, legte sich zum Kraulen auf den Rücken und freundete sich mit unserem Rüden Balu sofort an. Bereits jetzt liegen und kuscheln sie miteinander, - und die ersten Ansätze zum Spielen zeigt Missy auch schon. Wir sind uns jetzt schon sicher, dass, wenn Missy erst einmal richtig "zuhause angekommen" ist, sie voll und ganz Trines Vermächtnis antreten wird! Sie wird sie niemals ersetzen, ihr auch nicht in allen Dingen gleich sein, - aber Missy übernimmt von Trine nun das Sofaplätzchen, auf das sie all die Jahre gewartet hat!

Nie aufgegeben hatte sie auch ihre Gassigängerin Frau Anne Wasiak! Sie nahm sich Missy an und versuchte irgendwann selbst für diese Hündin mit "Macken" ein Zuhause zu finden. Sie wandte sich u. a. an die Neufundländer-Nothilfe, - und diese sich schließlich an uns, nachdem wir viele, viele Gespräche über Stunden miteinander geführt hatten. In uns sah Frau Wasiak dann schließlich die Chance, Missy ein neues, tolles und liebevolles Leben zu bieten.

Über 700 km fuhr Frau Wasiak Missy dann zu uns nach Berlin, um sich selbst davon zu überzeugen, ob wir auch die "Richtigen" für diese Hündin wären. Und sie gab uns und Missy diese Chance! Es ist Liebe, die wir für Missy bereits jetzt schon empfinden, - und sie wird niemals wieder ihr Zuhause verlieren! Dieses Versprechen geben wir ihr an Trines Stelle!!!
Und, geliebte Trine, wenn Du uns jetzt sehen kannst, dann glauben wir, dass Du Dich genauso darüber freust, wedelst und lächelst, dass Missy jetzt bei uns ein Zuhause gefunden hat. So wie Du ist auch Missy kein "Jedermann-Hund".

Liebe Frau Wasiak, wir (und auch die Mitarbeiter der Neufundländer-Nothilfe) können Ihnen gar nicht genug dafür danken, was sie für unsere Missy getan haben! Ihre Liebe zu Missy hat ihr das Leben im Tierheim erträglicher gemacht, so dass die Hündin sich nie aufgab. Niemals gaben Sie die Hoffnung auf, dass es auch für die "schwierige Missy" die richtigen Menschen geben musste, und dass die Zeit zeigen würde, wo sich diese Menschen befinden.

Der Zeitpunkt war sowohl für uns, als auch für Missy gekommen, - und wir danken Ihnen sehr für dieses Vertrauen in die Hündin und uns!!!

Wir werden weiter an dieser Stelle über Missy berichten und auch Fotos schicken, sobald der Apparat richtig funktioniert. :)

Gaby & Markus


Und hier sind nun die ersten Bilder von Missy in ihrem neuen Zuhause:

Wie Ihr seht, gibt`s hier "nischt als Jejend" (Zitat Markus :-) )


So hatten wir Missy seinerzeit vorgestellt:

Hallo Leute, ich bin die 6-jährige Neufundländer-Mixhündin Missy und warte schon viel zu lange im Tierheim auf ein neues Zuhause.
Meine großen Leidenschaften sind Schwimmen, nach Mäusen buddeln und natürlich mit meinen Menschen Knuddeln. Ich bin gehorsam und verträglich mit fast allen Hunden.
Ganz ohne Fehler bin ich natürlich nicht - aber wer ist das schon?
Vor Gewittern und lautem Knallen habe ich Angst und bei fremden Menschen bin ich unsicher und schnappe auch schon mal. Doch wenn Du Hundeerfahrung und Einfühlungsvermögen besitzt, bekommen wir das sicher in den Griff!

Wenn Du mich kennenlernen möchtest, melde Dich bitte bei meiner Patin und Spaziergängerin. Sie kann Dir eine Menge über mich erzählen. Anne Wasiak: Tel. xxxxxxx