Missy
Am 30. Juni 2010 verstarb die ehemalige Nothündin Missy. Wir trauern mit ihrer Familie!
Leider müssen wir Euch mitteilen, dass unsere süße Missy am 30.6.2010 ihre letzte Reise angetreten hat. Die Entscheidung treffen zu müssen war, wie bei Trine, das Schlimmste, was wir je machen mussten und doch das einzig Richtige.
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von Missy
oder Missy erwacht aus ihrem “Dornrösschenschlaf ! (vom 13. April 2008) Tja, nun ist Missy ein halbes Jahr bei uns und wir haben einiges zu
berichten. Gabi und Markus |
Neue
Fotos von Missy und ihrem neuen Kumpel Balu vom 5. April 2008 |
Ein glücklicher Not-Neufi beim Toben mit dem neuen Kumpel |
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Dieser
Bericht (vom 29.11.2007) soll Nothunde-Interessierte nicht abschrecken,
sondern nur realistisch verdeutlichen, was auf einen zukommen kann.
Wir haben in einigen Punkten auch viel Glück gehabt: Missy ist
absolut stubenrein - 6 Stunden locker. Sie kann alleine bleiben mit
Balu. Sie kennt viele Kommandos, z.b. sitz, platz, fuß, bleib,
hier oder .komm... |
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ist Missy knapp 6 Wochen da, und wir müssen feststellen, dass ihr
Name wohl Programm ist: Missy die Misstrauische. Als sie zu uns kam, war sie ein einziges Bündel Angst. Hauptsächlich hatte sie diese vor dem Haus. Sie traute sich anfangs überhaupt nicht rein. Nach dem Gassi gehen versuchte sie sich rückwärts aus dem Halsband bzw. Geschirr zu ziehen. Wenn sie sich "nur" im Garten aufhielt, musste eine Leine ran, damit sie reingeht. Wir mussten erst 1-2 Runden um`s Haus laufen und dann wie selbstverständlich rein gehen, wobei die Haustür offen stehen musste. Es durfte auch niemand in der Tür stehen oder sich in der Küche aufhalten, dann drehte sie sofort wieder um. War Missy dann im Haus, flüchtete sie nach oben auf den Treppenabsatz. Dort fand sie dann etwas Ruhe, aber runter traute sie sich nur, wenn es raus ging. Fressen im Haus wollte sie die ersten drei Tage überhaupt nicht. Sie hatte Angst vor Geräuschen, vor Lichtreflexen, - sogar vor ihrem eigenen Schatten. Als Gabi nur eine rote Tasche aus dem Haus holte, um den Einkauf rein zu tragen, war sie fast eine Stunde nicht aus dem Blumenbeet zu locken. Der Fernseher - Panik! Unser Sohn im Zimmer nebenan beim Chatten mit seinen Kumpels - Panik! Ein Fliegenfänger, den ich ausgewickelt habe - Panik! Das erste mal Gabi mit offenen Haaren ohne Zopf - Hilfe, wer ist das? Dinge, die auf dem Schrank liegen, oder Teller an der Wand - Bedrohung! Bei all dem ist sie aber NIE nach vorne gegangen oder hat versucht zu schnappen. Im Gegenteil, Missy war von Anfang an dankbar für jede Schmuseeinheit. Mit Ruhe und viel Liebe hat sie mittlerweile ihren Podestplatz gegen das Sofa getauscht. Hier ist jetzt ihre Sicherheitsinsel. Auf der Couch kann sie entspannen und friedlich schnarchend schlafen, obwohl der Fernseher Geräusche macht und Lichte zucken. Wenn dann gekuschelt wird, überwindet sie durch das Kontaktliegen ihre Bindungsängste und grunzt zufrieden. Doch frei bewegen im Haus ist noch nicht. Meistens läuft sie schnell und geduckt zur Haustür oder umgekehrt zum Sofa. Dabei schaut sie oft mit weit geöffneten Augen (ängstlich?) nach oben. Ist früher mal was von oben auf sie drauf gefallen? Wie geschildert, gibt es immer wieder Alltagssituationen, in denen man eigentlich gar nicht mit Panikattacken rechnet (obwohl wir mittlerweile IMMER damit rechnen); erwartet man dann aber eine solche Reaktion, ist es ganz anders. Staubsaugen direkt vor ihrer Nase die Couch entlang? Na und, mir doch egal! Es ist wirklich nicht einfach, immer im richtigen Augenblick das Richtige zu tun. Missy braucht viel Liebe und Zuwendung, aber ohne sie zu bedrängen. Auf der Couch drückt sie manchmal ihren Kopf energisch in die Achselhöhle und möchte umarmt werden bzw. auf den Schoß, aber Augenkontakt vermeidet sie nach wie vor. Missy sucht Bestätigung und Trost, aber im falschen Moment steigert das ja nur ihre Ängste. Manchmal muss sie fest, sogar etwas hart angesprochen werden, wobei jedoch keine neuen Ängste entstehen sollen. Es ist und bleibt vermutlich noch lange eine schmale Gratwanderung, die wir weder bereut haben, noch bereuen werden. Denn jede noch so kleine Veränderung, jedes zufriedene Grunzen, jeder Zungenstreich im Gesicht zeigt uns, dass es ihr besser geht. Schritt für Schritt. Vielleicht verbindet gerade die harte Arbeit, die es bedarf, um ihr Vertrauen zu gewinnen, uns noch inniger und intensiver. Missy frisst mittlerweile im Haus, anfangs nur direkt aus der Hand, inzwischen aus dem Napf, den wir ihr halten. Sie muss zwar dazu in den Flur, vor den Abgang zu Keller (sichere Ecke), doch es ist eben ein kleiner Fortschritt. So, und jetzt kommt die ganz andere Seite von Madame. Wir haben zwei Hunde in einem bekommen. Draußen ist sie das glatte Gegenteil. Aufgedreht, fröhlich, energiegeladen rennt sie über die Felder. In jedem Wassergraben will sie schwimmen. Mauselöcher sind zum Buddeln da. Missy verausgabt sich anfangs gleich so, dass ihr die Puste ausgeht. Zuerst hatte sie nur Kondition für eine 3/4 Stunde, inzwischen schafft sie Spaziergänge bis zu 1 1/2 Stunden. Wir üben das Abrufen mit einer langen Schleppleine (15 m) und leckerer Belohnung. Die Orientierung an uns fiel anfangs noch schwer, wird aber immer besser. Wir können die Leine auch schon ganz los lassen, wenn wir sehen, die Felder sind frei. Da laufen wir zwar schon mal 50m weiter, aber dann ist es ihr nicht mehr geheuer und sie kommt hinterher gerannt. Mit Geflügelherzen oder Käse kriegen wir sie sogar von ihren heißgeliebten Löchern weg. Draußen ist sie so sicher, dass sie uns einmal schon verteidigen wollte. Eine Frau kam uns mit zwei Hunden entgegen und Missy sah darin wohl eine Bedrohung. Sie wollte knurrend und drohend auf die anderen los, doch konnte ich sie zurückhalten und ihr klarmachen, dass sie dafür nicht zuständig ist. Es muss allerdings noch daran gearbeitet werden. Im Garten lernt sie mit Balu zu spielen, wobei der Kerl ab und zu etwas zu aufdringlich ist. Missy sagt dann kurz bescheid und weiter geht`s. Ball spielen klappt noch nicht ganz so gut. Sie rennt zwar hinterher, nur das Wiederbringen funkt nicht. *grins* Na ja, step by step. Missy ist so ein klasse Mädchen, wir wollen sie nicht mehr missen! LG Markus & Gabi |
Am 19. Oktober 2007 gegen 13 Uhr konnte Missy in ein neues Zuhause umziehen! Trines Vermächtnis an Missy: Es
ist schon eigenartig, wie das Leben manchmal so verläuft. Wie
unter http://www.neufundlaender-nothilfe.de/trine.htm
zu lesen ist, mussten wir am 1. Oktober 2007 unsere wundervolle und
geliebte Trine über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Zufall? Nein, - wir glauben, dass es vielleicht Bestimmung war! So wie auch Trine es Anfangs war, ist Missy noch etwas ängstlich und verunsichert, jedoch ohne zu schnappen, - und bereits in den ersten Stunden bei uns zeigte sie sich freundlich und verschmust, legte sich zum Kraulen auf den Rücken und freundete sich mit unserem Rüden Balu sofort an. Bereits jetzt liegen und kuscheln sie miteinander, - und die ersten Ansätze zum Spielen zeigt Missy auch schon. Wir sind uns jetzt schon sicher, dass, wenn Missy erst einmal richtig "zuhause angekommen" ist, sie voll und ganz Trines Vermächtnis antreten wird! Sie wird sie niemals ersetzen, ihr auch nicht in allen Dingen gleich sein, - aber Missy übernimmt von Trine nun das Sofaplätzchen, auf das sie all die Jahre gewartet hat! Nie aufgegeben hatte sie auch ihre Gassigängerin Frau Anne Wasiak! Sie nahm sich Missy an und versuchte irgendwann selbst für diese Hündin mit "Macken" ein Zuhause zu finden. Sie wandte sich u. a. an die Neufundländer-Nothilfe, - und diese sich schließlich an uns, nachdem wir viele, viele Gespräche über Stunden miteinander geführt hatten. In uns sah Frau Wasiak dann schließlich die Chance, Missy ein neues, tolles und liebevolles Leben zu bieten. Über
700 km fuhr Frau Wasiak Missy dann zu uns nach Berlin, um sich selbst
davon zu überzeugen, ob wir auch die "Richtigen" für
diese Hündin wären. Und sie gab uns und Missy diese Chance!
Es ist Liebe, die wir für Missy bereits jetzt schon empfinden,
- und sie wird niemals wieder ihr Zuhause verlieren! Dieses Versprechen
geben wir ihr an Trines Stelle!!! Liebe Frau Wasiak, wir (und auch die Mitarbeiter der Neufundländer-Nothilfe) können Ihnen gar nicht genug dafür danken, was sie für unsere Missy getan haben! Ihre Liebe zu Missy hat ihr das Leben im Tierheim erträglicher gemacht, so dass die Hündin sich nie aufgab. Niemals gaben Sie die Hoffnung auf, dass es auch für die "schwierige Missy" die richtigen Menschen geben musste, und dass die Zeit zeigen würde, wo sich diese Menschen befinden. Der Zeitpunkt war sowohl für uns, als auch für Missy gekommen, - und wir danken Ihnen sehr für dieses Vertrauen in die Hündin und uns!!! Wir werden weiter an dieser Stelle über Missy berichten und auch Fotos schicken, sobald der Apparat richtig funktioniert. :) Gaby & Markus |
Und hier sind nun die ersten Bilder von Missy in ihrem neuen Zuhause:
Wie Ihr seht, gibt`s hier "nischt als Jejend" (Zitat Markus :-) )
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So hatten wir Missy seinerzeit vorgestellt:
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| Hallo Leute, ich bin
die 6-jährige Neufundländer-Mixhündin Missy
und warte schon viel zu lange im Tierheim auf ein neues Zuhause. Meine großen Leidenschaften sind Schwimmen, nach Mäusen buddeln und natürlich mit meinen Menschen Knuddeln. Ich bin gehorsam und verträglich mit fast allen Hunden. Ganz ohne Fehler bin ich natürlich nicht - aber wer ist das schon? Vor Gewittern und lautem Knallen habe ich Angst und bei fremden Menschen bin ich unsicher und schnappe auch schon mal. Doch wenn Du Hundeerfahrung und Einfühlungsvermögen besitzt, bekommen wir das sicher in den Griff! Wenn Du mich kennenlernen
möchtest, melde Dich bitte bei meiner Patin und Spaziergängerin.
Sie kann Dir eine Menge über mich erzählen. Anne Wasiak: Tel.
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