Aaron

 

Post von Aarons Familie (12. März 2008)

Ein herzliches Hallo aus dem hohen Norden,

nun ist der Aaron schon gute 7 Wochen bei uns, und wir können nur Gutes über ihn berichten.
Er hat sich so prima bei uns eingelebt, dass es uns so vorkommt, als hätten wir den „Kleinen“ schon ein halbes Leben. Wir haben ja damals mit dem Schlimmsten gerechnet und werden jeden Tag von ihm aufs Neue belohnt.

Natürlich bin ich (Anja) seine Bezugsperson, und er erfüllt mir ja jeden Wunsch, den ich dann ab und zu mal versuche zu äußern. "Sitz" und "Platz" haben wir auf spielerische Weise gelernt, und es klappt zu 90% eigentlich immer. Aaron weiß halt, dass er dafür enorm viele Streicheleinheiten erhält. Er denkt sich dann: „Ah, ich leg mich hin und schon krault mich Frauchen“. Klappt prima.
Auch das Zusammenleben mit den beiden Kindern ist absolut prima. Vom Kleinen bekommt er seine Leckereien so heimlich unter den Tisch geworfen (das Essen von Mama schmeckt mir halt nicht immer) und bedankt sich dann mit der kostenlosen Gesichtsreinigung. Wenn ihm der kleine Zwerg zu doll auf die Nerven geht, dann wuffen wir halt mal, und schon kommt Frauchen und befreit ihn. Der Kleine bekommt dann erst mal einen Rüffel. Aber es klappt so prima mit den Beiden, dass wir uns da keine Gedanken machen müssen. An der Karre mit Leine klappt auch ziemlich gut, ist aber noch stark ausbaufähig.
Selbst unsere Große findet Gefallen daran, den Hund mit Kommandos zu bombardieren, um ihn dann mit Leckerlis voll zu stopfen. Er reagiert auch auf ihr Rufen und läuft direkt auf sie zu.

Unser „Dicker“ ist die Ruhe in Person, selbst wenn der größte Lärm im Wohnzimmer ist. (Was bei zwei Kindern manchmal an einen Düsenjet erinnert) So wirklich aus der Ruhe bringt ihn halt nur, wenn wir uns anziehen und es aussieht, als will die Familie weg. Dann ist für ihn kein Halten mehr. Es wird gejault, umhe gelaufen, vor die Füße gelegt, damit ja keiner ohne ihn gehen kann. Die Verlustangst ist ziemlich groß bei ihm, was in dem Moment dann doch damit endet, dass er im Wohnzimmer hinter dem Türgitter warten muss, bis wir alle angezogen sind. Er geht mit Herrchen auch jeden Sonntag zu einem Hundefrühschoppen, wo sich so ca. 30 – 40 Hunde immer zum Spielen treffen. Dort powert er sich dann richtig aus, und wir merken dann, was für ein Energiebündel er doch eigentlich ist. Vom Tempo her kann er es fast mit jedem Hund aufnehmen. Er tobt auch gerne mit den anderen umher und versucht diese dann zu fangen. Nach jeder Spielstunde sieht Aaron aus wie durch alle Schlammpfützen gezogen. Danach muss erst mal der Gartenschlauch zum Abspülen her.

Vor zwei Wochen waren wir dann alle zusammen das erste Mal an der Elbe. Dort gibt es so was ähnliches wie einen Hundestrand. Wir haben ihn dann dort abgeleint, was auch schon prima klappt, und ab ging der Hund. Nur vom Wasser hat er sich erst mal fern gehalten. Nachdem wir dann etwas ins Wasser geworfen haben, lief Aaron hinterher und bemerkte dann, dass er nasse Füße hatte und kam ganz schnell wieder an den Strand zurück. Das war ihm nicht ganz geheuer.

Wir freuen uns jeden Tag über neue Dinge die Aaron lernt oder von sich aus selber macht. Selbst draußen liegen bleibt er schon mal, ohne in Panik auszubrechen, dass er nicht wieder rein darf.

Die Entscheidung Aaron zu uns zu holen, haben wir bis jetzt in keinem einzigen Moment bereut. Wir lieben ihn, und er liebt uns und dankt es mit viel Schmuserei und ständiger Aufmerksamkeit, ob sein Rudel auch zusammen bleibt.

So, das war jetzt erst mal so ein kleiner Zwischenbericht, wie es dem Aaron hier so ergangen ist, in den letzten sieben Wochen. Und wir sind jeden Tag ein bisschen glücklicher geworden.

Alles Liebe

Anja Lacorn


Post von Aaron (1. Februar 2008)

Hallo Frau Scheffelmeier,

nun ist eine Woche rum und unser "Dicker" hat sich richtig gut eingelebt. Zwar darf ich noch keinen Raum verlassen, ohne dass er hinter mir her läuft, aber er ist wesentlich entspannter. Jetzt liegt er hier gerade im Büro neben mir und hält ein Schläfchen. Er pieschert jetzt auch schon viel öfter und hält nicht mehr so lange an. Ich denke, er hat sich jetzt an das viele Spazieren gehen gewöhnt. Wir können nachts auch nach oben gehen, und er legt sich vor die Treppen und schläft dort. Er jault nicht mal. Und mit dem Kleinen klappt es echt prima. Aaron bekommt ja auch genügend Streicheleinheiten von ihm. Ist manchmal ein Bild für die Götter, wobei ich nie so schnell meine Kamera zur Hand habe. Habe sie jetzt aber immer bei mir, für spontane Fotos. Er fühlt sich neufiwohl und dankt es uns mit Küsschen und kuscheln. Gestern abend hatten wir ein sehr lustiges Erlebnis. Im Fernsehen lief gerade eine deutsche Krimiserie und da fuhr ein Polizeiauto mit Martinshorn. Aaron kam hoch, stellte sich hin und heulte in der gleichen Tonlage wie die Sirene. Wir schauten uns an und mußte loslachen. Wir dachten nämlich, er macht es nur beim Originalgeräusch und nicht auch, wenn es aus dem Fernseher kommt. Es macht richtig viel Spaß mit ihm, und wir sind so glücklich, dass wir ihn bekommen haben. Nochmal ein ganz dickes Dankeschön an Sie, dass Sie uns so vertraut haben. Ich schicke Ihnen Fotos mit, leider noch keine von draußen, denn ich laufe ja tagsüber alleine mit ihm. Kann uns dann schlecht fotografieren. Aber das Wochenende kommt ja, und dann kann mein Mann ordentlich Fotos von uns allen zusammen machen. Ich hoffe, wir bleiben in Kontakt.
Alles liebe aus dem Norden und ein Wau Wau von Aaron
Anja Lacorn

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Hallo allerseits, hier spricht Attila!

Mein Bruder Aaron hat es wohl geschafft: Er ist auf dem Weg nach Elmshorn!!! Im Moment (25.01.2008 - 18.00 Uhr) ist er in der Nähe von Frankfurt....

Menno...nur 8 Tage nach mir, welch ein Glück!

Er hat noch eine lange Fahrt bis Elmshorn. Dies wird er meistern... und das beste an der Geschichte ist, daß wir uns nicht aus den Augen verlieren. Auch aufnehmende Familien können sich anfreunden und genau von dort kommt Hilfe her.

Vielen herzlichen Dank an meine Mama & Papa...Ihr habt wirklich ALLES für meinen Bruder getan!!!!

Lieben Gruß

Euer Attila


Attila ist vermittelt!!! Aaron sucht noch ein Zuhause!

Hallo, wir sind Attila & Aaron,

wir sind am 26.02.06 geboren, haben zwar eine ordentliche Abstammung, waren aber dennoch ein sog. Ups-Wurf, d.h. man wollte nicht züchten, aber dennoch sind wir auf der Welt.

Was kann man über uns sagen, nachdem wir besichtigt wurden?

1. Wir sind Rohdiamanten. Jeder erfahrene Neufi-Halter wird wissen, was mit diesem Ausdruck gemeint ist.

2. Wir wollen ins Haus, denn wir stehen ständig an der Türe, auch wenn wir bisher nur Außenhaltung kennen.

3. Wir leben noch mit Mama und Papa, hat aber nichts zu sagen.

4. Wir können getrennt werden, weil wir grundverschieden sind.

5. Wir sind wirklich eine echte Herausforderung...wild, ungestüm, unerzogen, usw. ...ach, eigentlich sind wir wie "große Welpen".

Abgegeben werden wir, weil unser Herrchen vor 1,5 Jahren verstorben ist und unser Frauchen am Ende ihrer Kräfte ist.

Hallo, ich bin's, Euer Aaron,

gestern (19.01.08) ging mein Bruder Attila in seine neue Familie. Meine evtl. neue Familie war zeitgleich da. - Leider sprang der berühmte "Funke" nicht über. Ist nicht soooo furchtbar schlimm, weil ich ja noch bei Mama und Papa bleiben darf.

Gott sei Dank, werde ich nicht abgeschoben. Also, Leute, ich suche immer noch nach dem für mich optimalsten Sofaplatz. Die Neufundländer-Nothilfe läßt mal den alten Text stehen, damit Ihr wißt, was läuft.

Gebt Euch einen Ruck, ich bin es wirklich wert.